Prüfsachverständiger für Brandmeldeanlagen (BMA)
Brandmeldeanlagen (BMA) sind wesentliche Bestandteile des vorbeugenden und anlagentechnischen Brandschutzes. Sie dienen der frühzeitigen Erkennung von Bränden, der Alarmierung von Personen sowie der Weiterleitung von Brandmeldungen an die Feuerwehr.
Das Ingenieur- und Sachverständigenbüro ING‑CERT prüft Brandmeldeanlagen nach PrüfVO NRW, DIN 14675‑1, DIN VDE 0833‑2 und den eingeführten Technischen Baubestimmungen.
Als unabhängiger Sachverständiger und anerkannter Prüfsachverständiger für Brandmeldeanlagen (BMA) sind wir in ganz Nordrhein-Westfalen und bundesweit tätig.
Wir prüfen die Wirksamkeit und Betriebssicherheit Ihrer Brandmeldeanlage – von der Brandmelderzentrale über die Melder und Alarmierung bis hin zur Energieversorgung und dem Zusammenwirken mit weiteren sicherheitstechnischen Einrichtungen.

Prüffristen nach PrüfVO NRW
Vor der ersten Inbetriebnahme
Erstprüfung durch einen anerkannten Prüfsachverständigen. Veranlasst durch den Bauherrn – der Prüfbericht geht an die untere Bauaufsichtsbehörde.
Wiederkehrend alle 3 Jahre
Wiederkehrende Prüfung nach PrüfVO NRW in Abständen von höchstens drei Jahren. Veranlasst durch den Betreiber.
Nach wesentlichen Änderungen
Prüfung vor der Wiederinbetriebnahme, z. B. nach einem Umbau oder einer Erweiterung der Anlage. Veranlasst durch den Bauherrn.

Häufige Fragen zur Prüfung von Brandmeldeanlagen
Die nachfolgenden Angaben beziehen sich schwerpunktmäßig auf die Rechtslage in Nordrhein-Westfalen. In anderen Bundesländern können abweichende Regelungen, Zuständigkeiten und Prüffristen gelten. Außerhalb NRW prüfen wir nach der dort geltenden Prüfverordnung.
Wann ist eine Brandmeldeanlage prüfpflichtig?
Ob eine Brandmeldeanlage einer bauordnungsrechtlichen Prüfung unterliegt, ergibt sich aus den Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes, der Art und Nutzung des Gebäudes, den Genehmigungsunterlagen sowie gegebenenfalls einer behördlichen Anordnung.
In Nordrhein-Westfalen sind Brandmelde- und Alarmierungsanlagen in den von der Prüfverordnung erfassten Sonderbauten durch anerkannte Prüfsachverständige zu prüfen. Maßgeblich sind insbesondere die Baugenehmigung, das genehmigte Brandschutzkonzept und die PrüfVO NRW.
Zu welchen Zeitpunkten muss eine BMA geprüft werden?
Eine Prüfung ist insbesondere erforderlich:
- vor der ersten Inbetriebnahme,
- nach wesentlichen Änderungen vor der Wiederinbetriebnahme,
- wiederkehrend in den vorgeschriebenen Prüfintervallen.
In Nordrhein-Westfalen sind die wiederkehrenden Prüfungen von Brandmelde- und Alarmierungsanlagen in Zeitabständen von höchstens drei Jahren zu veranlassen. Die Bauaufsichtsbehörde kann im Einzelfall kürzere Fristen oder zusätzliche Prüfungen anordnen.
Wer ist für die Veranlassung der Prüfung verantwortlich?
Bei Prüfungen vor der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen liegt die Veranlassung grundsätzlich beim Bauherrn. Die wiederkehrenden Prüfungen sind grundsätzlich durch den Betreiber zu veranlassen.
Die Prüfung erfolgt durch einen für die betreffende Fachrichtung bauaufsichtlich anerkannten Prüfsachverständigen. In Nordrhein-Westfalen müssen die Anlagen auf ihre Wirksamkeit und Betriebssicherheit einschließlich des bestimmungsgemäßen Zusammenwirkens mit anderen Anlagen geprüft werden.
Für welche Gebäude gilt die Prüfpflicht?
Die Prüfpflicht betrifft in Nordrhein-Westfalen insbesondere Brandmeldeanlagen in folgenden baulichen Anlagen:
- Verkaufsstätten,
- Versammlungsstätten,
- Krankenhäusern,
- Beherbergungsstätten,
- Hochhäusern,
- Mittel- und Großgaragen,
- bestimmten Pflege- und Betreuungseinrichtungen,
- allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen,
- Hallenbauten für gewerbliche oder industrielle Betriebe mit einer Geschossfläche von mehr als 2.000 m²,
- bestimmten Messebauten sowie Abfertigungsgebäuden von Flughäfen und Bahnhöfen,
- sonstigen baulichen Anlagen besonderer Art oder Nutzung, wenn die Prüfung im Einzelfall bauaufsichtlich angeordnet wurde.
Ob ein konkretes Gebäude und seine Brandmeldeanlage der Prüfpflicht unterliegen, ist anhand der Genehmigungssituation und des jeweils geltenden Landesrechts zu beurteilen.
Was wird bei der Prüfung einer Brandmeldeanlage kontrolliert?
Der konkrete Prüfungsumfang richtet sich nach der Prüfart, den Genehmigungsunterlagen, dem Anlagenumfang und den anzuwendenden Prüfgrundlagen.
Im Rahmen der Prüfung werden insbesondere beurteilt:
- die Übereinstimmung mit der Baugenehmigung, dem Brandschutzkonzept und den maßgeblichen Planungsunterlagen,
- die Funktion der Brandmelderzentrale einschließlich der Anzeige-, Bedien- und Überwachungseinrichtungen,
- die Anordnung und Funktion der automatischen und nichtautomatischen Brandmelder,
- die Übertragung von Brand- und Störungsmeldungen, soweit bauordnungsrechtlich gefordert,
- die örtliche Alarmierung, soweit sie Bestandteil der Brandmeldeanlage und des Prüfauftrags ist,
- die Energieversorgung einschließlich der vorgesehenen Ersatzstromversorgung,
- die Ansteuerung und Überwachung angeschlossener Einrichtungen,
- das bestimmungsgemäße Zusammenwirken mit weiteren sicherheitstechnischen Anlagen und Einrichtungen.
Dazu können beispielsweise Rauchabzugsanlagen, Aufzüge, Lüftungsanlagen, Feuerlöschanlagen und Alarmierungsanlagen gehören. Die Prüfgrundsätze sehen vor, dass Art und Umfang der Prüfung notwendig und hinreichend sein müssen; Stichproben sind nur zulässig, soweit die maßgeblichen Prüfgrundsätze dies vorsehen.
Was enthält der Prüfbericht?
Über die Prüfung wird ein Prüfbericht erstellt. Dieser enthält insbesondere:
- eine Beschreibung der geprüften Brandmeldeanlage,
- Art und Umfang der durchgeführten Prüfung,
- die angewendeten Beurteilungsgrundlagen,
- festgestellte Mängel und deren Bewertung,
- eine Feststellung zur Wirksamkeit und Betriebssicherheit,
- erforderlichenfalls eine Frist zur Mängelbeseitigung,
- erforderlichenfalls eine Aussage dazu, ob die Anlage bis zur Mängelbeseitigung weiterbetrieben werden darf.
Die PrüfVO NRW verlangt, dass der Prüfbericht eine Feststellung zur Wirksamkeit und Betriebssicherheit enthält. Können diese wegen gefährlicher Mängel nicht bestätigt werden, sind die Mängel, eine angemessene Beseitigungsfrist und die Aussage zum möglichen Weiterbetrieb aufzunehmen.
Der Prüfbericht dient dem Bauherrn beziehungsweise Betreiber als Nachweis der durchgeführten Prüfung. Berichte über Erstprüfungen und Prüfungen nach wesentlichen Änderungen sind in Nordrhein-Westfalen der unteren Bauaufsichtsbehörde zu übersenden. Berichte über wiederkehrende Prüfungen sind mindestens sechs Jahre aufzubewahren und auf Verlangen vorzulegen.
Prüfungen im Bergischen Land und in NRW
Der regionale Schwerpunkt von ING-CERT liegt im Bergischen Land mit Remscheid, Wuppertal und Solingen. Prüfungen von Brandmeldeanlagen werden darüber hinaus in ganz Nordrhein-Westfalen und bundesweit durchgeführt.
→ Zum Einsatzgebiet von ING-CERT
ING-CERT steht Bauherren, Betreibern und Projektbeteiligten als unabhängiger Sachverständiger für Brandmeldeanlagen zur Verfügung.



So läuft die Prüfung ab
1. Anfrage
Sie senden uns die Eckdaten Ihrer Brandmeldeanlage und erhalten ein Angebot. Wir vereinbaren mit Ihnen einen Prüftermin.
2. Prüfung vor Ort
Wir prüfen Ihre Brandmeldeanlage auf Wirksamkeit und Betriebssicherheit – einschließlich des Zusammenwirkens mit anderen sicherheitstechnischen Anlagen.
3. Prüfbericht
Sie erhalten einen Prüfbericht mit der Feststellung zur Wirksamkeit und Betriebssicherheit sowie einer Bewertung festgestellter Mängel.
Inspektion, Wartung, Normen und Kosten
Was Betreiber zur Prüfung ihrer Brandmeldeanlage wissen sollten
Was ist der Unterschied zwischen Inspektion, Wartung und Prüfung?
Inspektion und Wartung führt die Errichter- bzw. Wartungsfirma nach DIN VDE 0833‑1 durch – in der Regel wird die Anlage vierteljährlich inspiziert und einmal jährlich gewartet. Die Prüfung nach PrüfVO NRW erfolgt dagegen durch einen unabhängigen Prüfsachverständigen, spätestens alle drei Jahre. Er darf die Anlage weder errichtet noch gewartet haben. Beides ist Pflicht des Betreibers – das eine ersetzt das andere nicht.
Welche Normen gelten für Brandmeldeanlagen?
Maßgeblich sind insbesondere DIN 14675‑1 (Aufbau und Betrieb von Brandmeldeanlagen) und DIN VDE 0833‑1/-2 (Gefahrenmeldeanlagen und Brandmeldeanlagen). Die Komponenten müssen der Normenreihe DIN EN 54 entsprechen. Hinzu kommen das Brandschutzkonzept und die technischen Anschlussbedingungen der örtlichen Feuerwehr.
Welche Unterlagen werden für die Prüfung benötigt?
In der Regel Baugenehmigung bzw. Brandschutzkonzept, Anlagendokumentation mit Plänen und Meldergruppenverzeichnis, Feuerwehrlaufkarten, Betriebsbuch und Wartungsnachweise sowie die Anschlussbedingungen der Feuerwehr.
Wie läuft die Prüfung ab?
1. Sie senden uns die Eckdaten und Unterlagen und erhalten ein verbindliches Angebot. 2. Wir vereinbaren mit Ihnen einen Prüftermin. 3. Prüfung vor Ort mit Sicht- und Funktionsprüfung. 4. Sie erhalten den Prüfbericht mit Bewertung der Mängel und der Feststellung zur Wirksamkeit und Betriebssicherheit.
Wie lange dauert die Prüfung einer Brandmeldeanlage?
Das hängt von Größe und Komplexität der Anlage ab. Kleinere Anlagen sind oft an einem halben Tag geprüft, große Anlagen mit vielen Brandfallsteuerungen benötigen mehrere Tage. Den Aufwand nennen wir Ihnen vorab im Angebot.
Was kostet die Prüfung einer Brandmeldeanlage?
Die Kosten richten sich nach Anlagengröße, Anzahl der Melder und Steuerungen sowie dem Prüfanlass. Senden Sie uns die Eckdaten Ihrer Anlage – Sie erhalten kurzfristig ein verbindliches Angebot.
Prüfen Sie auch Alarmierungs- und Sprachalarmanlagen?
Ja. Alarmierungs- und Sprachalarmanlagen prüfen wir ebenfalls nach PrüfVO NRW – gern im selben Termin wie die Brandmeldeanlage. Bei Anlagen mit vielen Schnittstellen empfehlen wir zusätzlich eine Wirkprinzipprüfung.
Sie benötigen eine Prüfung?
Wir vereinbaren mit Ihnen einen Prüftermin – in NRW und bundesweit.
